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Umwelt mit allen Sinnen

Umwelt mit allen Sinnen begreifen


Wie kommt der Apfel in die Flasche?
Die Verbandsgemeinde Lambrecht hat in Jahr 2000 das Umweltprojekt „Umwelt mit allen Sinnen be-greifen“ im Rahmen der lokalen Agenda 21 ins Leben gerufen.

An dem Projekt „Streuobstwiese“ sind die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Lambrecht beteiligt. Ziel ist es, den beteiligten Schülern durch handlungsorientiertes Lernen (learning by doing) ihren unmittelbaren Natur- und Kulturraum im wahrsten Sinne des Wortes „be-greifbar“ zu machen. Hierzu werden natürlich vorkommende Materialien be- und verarbeitet. Durch manuelle Betätigungen erfolgt die Auseinandersetzung mit einzelnen Lebensgrundlagen, wie Boden oder Luft. Sie lernen die verschiedenen Lebensräume für Pflanzen und Tiere kennen und die Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft. Stoffkreisläufe sowie Ursachen-Wirkungsgefüge können verdeutlicht werden. Der Wert des eigenen Tuns wird erkannt. Durch die Notwendigkeit der Abwicklung einzelner Tätigkeiten im Team wird Sozialverhalten trainiert.

Die Schüler lernen, was man unter „ökologischem Gleichgewicht versteht“ und was dieses Gleichgewicht mit biologischem Pflanzenschutz zu tun hat. So wurden bereits Ohrwurm-Bungalows, Nisthilfen für Waldbienen und Fledermauskästen gebaut und aufgehängt.

Aus vorhandenem Holz und Zweigen entstand ein Flechtzaun an der Grenze zum nördlich vorbeiführenden Weg. Außerdem wurde ein Schutzwall angelegt, um die Wildschweine davon abzuhalten auf dem Grundstück Verwüstungen anzurichten.

Im Frühjahr zeigt Herr Roth von den Gartenfreunden Lambrecht, wie man Apfelbäume schneidet und die Wundstelle fachmännisch behandelt.
Im Sommer steht das Bestimmen der vorhandenen Pflanzen- und Tierwelt auf dem Programm.
Die Herbstzeit ist Erntezeit. Dann werden die Äpfel der Obstwiese geerntet und zu Apfelsaft verarbeitet.

Die Aktionen finden überwiegend auf der Obstwiese statt und werden trotz größerem körperlichem Einsatz von den Schülerinnen und Schülern mit Begeisterung und Engagement durchgeführt.


Waldjugendspiele


Unsere dritten Klassen nehmen jährlich an den Waldjugendspielen in Johanniskreuz teil. Dort wird von den Förstern ein Rundweg vorbereitet mit verschiedenen Stationen, an denen Wissen, Geschicklichkeit und Ausdauer gefordert werden.

Themen der Wald-Jugendspiele sind: Natur und Umwelt (Naturschutz, Waldkrankheiten, Forstschutz, Artenschutz), Tierkunde (Säugetiere, Vögel des Waldes, Insekten, Waldschädlinge, Nahrungsketten), Pflanzenkunde (Bäume, Sträucher, Pilze, Pflanzen), Forstwirtschaft und Jagd (Waldarbeiter, Förster, Waldnutzung, Jagd), Sportliche Übungen und Spiele (Baumscheiben – Wettrennen und Schnellsägen) und eine Wald-Kunst-Aufgabe (vorgegebenes Thema, das zuvor eingereicht werden sollte).


Landart


Landart ist die Kunst, in der das Gestalten mit der Natur und in der Natur eine wesentliche Rolle spielt. Es wird nur mit natürlichen Materialien gearbeitet, wie zum Beispiel: Steine, Sand, Laub, Äste und Wurzeln, Lehm, Blüten, Gräser, Schnee, usw. Die Vielfalt der Materialien und Farben, die zu jeder Jahreszeit in der Natur zu finden sind, regt uns zu immer neuen Ideen an:
Landart spricht alle Sinne an, weckt die Fantasie und hilft das Schöne der Natur wahrzunehmen. Das Errichten eines fertigen Kunstwerkes steht nicht im Vordergrund, sondern mit dem zu bauen was die Natur uns bietet. Früher oder später wird das Kunstwerk wieder von der Natur eingenommen
Aus diesem Grunde machen unsere Klassen regelmäßig Ausflüge in die Umgebung, um diese zu erkunden. Dabei entstehen oft für kurze Zeit tolle Naturkunstwerke.

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